Klassiker von morgen  
Chrysler Crossfire Coupé

Der Chrysler Crossfire ist eine Reminiszenz an die Formensprache des amerikanischen Automobilbaus der 60er Jahre.

Sein Entstehen ist einem Glücksfall zu verdanken. Nach der Fusion von Daimler Benz und Chrysler Corporation erging an die amerikanische Automobilsparte der Auftrag, eine neue und wegweisende Designsprache für die amerikanische Chrysler-Tochter zu entwickeln - weg vom bis dato bei Chrysler geltenden so genannten „cap-forward design“ hin zu klassischer amerikanischer Linienführung Der Crossfire entstand daraufhin zunächst als Studie, die der gesamten Marke den Weg für das neue Design weisen sollte. (am deutlichsten wurde der Stilwandel später beim Modellwechsel der Limousine vom 300M zum 300C erkennbar). Aufgrund desErfolges bei Publikum und Fachpresse wurde die ursprüngliche Crossfire-Studie nahezu 1:1 als Serienmodell umgesetzt. Dies gelingt im Automobilbau nur selten.

Der Chrysler Crossfire ist dabei kein Auto im Retrostil, der ein bereits einmal dagewesenes Modell kopiert. Anders als Ford Mustang, VW New Beetle, Jaguar S-Type oder Mini Cooper interpretiert der Chrysler Crossfire vielmehr einzelne Stilelemente verschiedener berühmter amerikanischer Automobil-Ikonen und fügt sie in einem einzigen Auto zusammen. Das ist das Besondere am Chrysler Crossfire! Wer die Autoidole aus dem Detroit der 60er Jahre kennt, dem werden die Designmerkmale sofort ins Auge springen: Die von der 57er Corvette entliehenen gleichgroßen Halbkreise auf Fahrer- und Beifahrerseite des Cockpits, die auffallende Blechfalz auf der Dachmitte des Wagens von der 63er Corvette Stingray, die seitlichen Luftauslässe wie z.B. beim 65er Ford Mustang und vor allem das berühmte „Boattail“-Heck des 71er Buick Riviera. Aber damit nicht genug: der Crossfire buhlt auch mit neuen Proportionen. Einerseits ist auch die lange Motorhaube ein typisches Charakteristika der 60er Jahre, die kurzen Überhänge an Bug und Heck des Wagens sowie die hohe seitliche Gürtellinie sind aber eindeutig neuzeitlicher Prägung. Seinen Namen verdankt der Crossfire übrigens den sich kreuzenden Sicken in der Seitenlinie. Auch diese hat es so vorher nie gegeben. Es ist gerade die Kombination von alter und neuer Linienführung, die den Crossfire so unverwechselbar machen.

Die amerikanischen Gene des auffällig gestylten Coupés garantierten, dass aus dem Crossfire kein reinrassiger Sportwagen à la Porsche oder Ferrari geworden ist, sondern vielmehr ein komfortabler Cruiser mit klassischen Gan Turismo Tugenden. Davon zeugt schon allein die Tatsache, dass im Crossfire ausschließlich ein Sechszylinderaggregat und Hinterradantrieb zum Einsatz kommt - klassische Gran Turismo Merkmale also.

Es gibt den Chrysler Crossfire als Coupé und als einen davon abgeleiteten Roadster (Cabriolet). Beide greifen auf die Bodengruppe und Motoren des Mercedes SLK der ersten Generation zurück. Im Gegensatz zu diesem besitzen sie jedoch kein faltbares Hardtop, sondern alternativ ein festes Stahldach (Coupé) oder ein Stoffdach (Roadster). Der Crossfire ist in zwei Versionen verfügbar, mit einem 3,2-l-V6-Saugmotor mit 160 kW/218 PS und 310 Nm Drehmoment, sowie als Crossfire SRT-6 mit gleich großem Kompressormotor und 246 kW/335 PS Leistung bei 420 Nm Drehmoment.

Der Crossfire wurde seit Ende 2003 bei Karmann in Osnabrück gefertigt. Die Einstellung seiner Produktion zum Jahresende 2007 als Folge der Trennung von Daimler und Chrysler ist aber schon beschlossene Sache. Damit endet seine Fertigung vorzeitig schon nach vier Jahren. Insgesamt entstand nur eine kleine Stückzahl, von der überdies rund 80% direkt in die USA exportiert wurde. Die weitaus kleinere Anzahl verblieb in Deutschland, wobei drei von vier Fahrzeugen als Roadster (Cabriolet) ausgeliefert wurden. Das viel seltenere Coupé ist deshalb schon heute ein Klassiker von morgen. Am 1. Januar 2007 waren laut Kraftfahrtbundesamt in Deutschland gerade einmal 5.703 Chrysler Crossfire (Coupé und Roadster!) zugelassen. Dem Crossfire ist damit sein Seltenheitsstatus also schon jetzt gesichert.

Der Crossfire verfügt bereits serienmäßig über eine Komplettausstattung (mit Zwei-Zonen Klimaanlage, Zentralverriegelung, Ledersitzen, Stereoanlage mit CD-Spieler, Tempomat sowie 18 bzw 19 Zoll-Felgen und Vieles mehr). Das hier gezeigte Fahrzeug in „graphit metallic“, einer Farbe, die die zahlreichen Chromverzierungen des Fahrzeuges besonders hervorhebt, stammt aus dem Modelljahr 2005. Es verfügt über ein Sechs-Gang-Schaltgetriebe und das nur im Modelljahr 2005 als Sonderausstattung erhältliche Interieur-Paket „Exclusive“ (mit Lederarmlehne und Lederschaltknauf sowie Mittelkonsole in Carbon-Optik) sowie über die seinerzeit ebenfalls nur optional erhältliche Kofferaumabdeckung. Beide Sonderausstattungen sind heute bereits nicht mehr lieferbar und selbst als Nachrüstsatz schon vergriffen.


Living by the Sea 
Willkommen • 
Unser Feriendomizil • 
Bilder & Eindrücke • 
Infrastruktur im Ort • 
Restaurantempfehlungen • 
Anfahrtsbeschreibung • 
Lagepläne • 
Checkliste An-/Abreise • 

Places by the Sea 
Unmittelbare Umgebung • 
Ausflüge in die Umgebung • 
Tips für Regentage • 
Nützliche Links • 

Three Days by the Sea 
Die Idee • 
Das Programm • 
Alle Jahre wieder • 

Driving by the Sea 
Die Autos • 
Klassiker von morgen • 
Gran Turismo • 
Youngtimer • 
Pininfarina • 

Friends by the Sea 
Gästebuch • 

 
content © bernd wilmer
rdb content management system 2.2.0 protocol 15
design & code © rgf software - richard gordon faika